Energie und Klima BLOG

           Energiewirtschaft, Energiepolitik, Energieeffizienz, Klimawandel, Erneuerbare Energien

Durchsuche Beiträge in Menschenrechte

Die Zahl der Elektrogeräte in den unseren Haushalten wächst immer mehr. Durch das Angebot von immer neueren und günstigeren Geräten steigt der Wunsch ein altes Gerät gegen ein Neues auszutauschen, obwohl das Alte noch voll funktionstüchtig ist. Nimmt man zum Beispiel das Handy. Viele Menschen besitzen gleich mehrere. Alte Handys werden oft entsorgt weil sie nach wenigen Jahren schon keinen Wert mehr haben und nicht die neusten Funktionen erfüllen.
Was passiert mit dem Elektroschrott den wir Jahr für Jahr produzieren? Man könnte davon ausgehen, dass in einem Land wie Deutschland der Elektroschrott verwertet, recycelt oder wenigstens umweltfreundlich entsorgt wird. Schließlich bringen wir unseren Müll doch zu vertrauenerweckenden Wertstoffhöfen!

Bildquelle: Frank Radel / pixelio.de

Doch leider sieht die Realität anders aus. Weltweit fallen 50 Millionen Tonnen Schrott an. In Europa wird nur ein Viertel des eigenen Elektroschrott selber verwertet.

Viele Länder haben das Elektroschrottproblem erkannt, und den Transport von diesem in Entwicklungsländer verboten. Doch es ist ein Leichtes dieses Verbot zu umgehen. Geräte werden als Hilfsgüter transportiert, obwohl die meisten nicht funktionstüchtig sind. Über 155.000 Tonnen Elektroschrott werden jedes Jahr aus Deutschland auf illegalem Weg hauptsächlich nach Asien und Afrika transportiert. Gold, Kupfer und Platin machen den Elektroschrott interessant. Doch die Wertstoffe sauber von dem Rest zu trennen ist sehr kostenintensiv. In ärmeren Ländern, wo die Menschen auf jeden Cent angewiesen sind fallen Themen wie Gesundheits- und Umweltschutz schnell unter den Tisch. Meist sind es Kinder und Jugendliche die in Ländern wie Ghana mit dem Elektroschrott aus der europäischen Union arbeiten. Sie verbrennen Tonnen von Bildschirmen, Computer und anderen Geräten unter freiem Himmel, so dass nur noch die Wertstoffe übrig bleiben und eingesammelt werden können. Eine sehr einfache und kostengünstige Methode mit fatalen Folgen. Die Menschen arbeiten dort direkt am Feuer und atmen die gesamten Schadstoffe aus den Geräten ein. Über hundert verschiedene Stoffe stecken in den Geräten, viele davon krebserregend. Der Teil der Giftstoffe welcher nicht in die Luft geht, gelangt in die Erde und verseucht dort Boden und Grundwasser.

Und auf diese Weise ist die ganze Bevölkerung von den Auswirkungen der Elektroschrottverbrennung betroffen. Die meisten Kinder, die dort arbeiten haben keine Chance auf ein langes gesundes Leben. Und das nur, weil sie versuchen Geld zum Überleben zu verdienen.

Auf Grund solcher Tatsachen sollte man sich beim nächsten Kauf eines Elektrogerätes überlegen, ob der Preis wirklich gerechtfertigt ist und ob man es überhaupt braucht.

Quellen:

http://umwelt.scienceticker.info/2010/03/05/elektroschrott-probleme-werden-exportiert/

http://www.arte.tv/de/suche/2902234.html

http://www.arte.tv/i18n/content/tv/02__Universes/U1__Comprendre__le__monde/02-Magazines/13__ARTE_20Reportage/99_20Archives/edition-2009.10.20/images/2410-Ghana-06.jpg/2904718,templateId=scaled,property=imageData,height=177,scale=proportional,v=2,width=312,CmPart=com.arte-tv.www.jpg
Share

Die NDR-Dokumentation Die Kik-Story – die miesen Methoden des Textildiscounters, welche am gestrigen 04. August in der ARD gezeigt wurde, belegt die Machenschaften der Preisdrücker in der Textil-Branche. Der Film von Christoph Lütgert ging unter die Haut…

Der Textildiscounter Kik verkauft Mode zum Niedrigstpreis. Für unter 10 Euro kann man eine Jeans kaufen und ein T-Shirt gibt es bereits für 1,99 Euro. Kik wirbt damit, dass sich die Kunden für nur 30 Euro komplett neu einkleiden können. Wie schafft es ein Unternehmen seine Ware zu solch niedrigen Preisen anzubieten und trotz alledem noch einen Jahresumsatz von 1,27 Milliarden Euro[1] zu machen?

Flagge Bangladesch

Die Antwort liegt auf der Hand. Neben der Ausbeutung der Mitarbeiter, die für einen Stundenlohn von weniger als 5 Euro nahezu jede Arbeit von Putzen bis Bedienen machen müssen, werden die Kleider in Bangladesch

hergestellt. Dort erhalten die Näherinnen im Schnitt rund 25 Euro im Monat und arbeiten dafür über neun Stunden pro Tag für Kik.

Kik gehört zur Tengelmann-Gruppe zu denen unter anderem auch Kaiser’s und OBI gehören. Geschäftsführer und Gesellschafter ist Stefan Heinig, der das Unternehmen Kik 1994 gegründet hat. Der besagte Herr war in der Dokumentation zu keiner Stellungnahme bereit und versuchte zudem die Ausstrahlung der Sendung per Anwalt zu verhindern, da die Vorwürfe des NDR angeblich nicht korrekt seien. Das Aus der Dokumentation drohte, Christoph Lütgert musste erneut nach Bangladesh fahren, um mit den Unterschriften der aussagenden Näherinnen, die katastrophalen Zustände in den Nähereien beglaubigen zu lassen. Erst dadurch konnte der Film erst gezeigt werden.

Man sollte jetzt nicht meinen, dass nur Kik seine Textilien in Drittländern anfertigen lässt. Auch andere Discounter lassen vor allem in China und Bangladesch Kleider herstellen. Die Seite Kampagne für saubere Kleidung stellt für jedes Unternehmen die Herkunft der Kleidung dar.

Eines sollte jedem bewusst sein – wer seine Kleider zu Preisen kauft, die vom Durchschnitt absolut abweichen, der trägt dazu bei, dass die Ausbeutungen weiter gehen…

[1] Quelle: http://www.saubere-kleidung.de/ccc-20_unternehemen/ccc-25-11_fp_kik.html

Share

photoshop elements 9 MathWorks MatLab R2010b 4Videosoft Video Converter Platinum 3 adobe cs5.5 web premium mac office 2010 I.R.I.S. Readiris 12 Corporate Maplesoft Maple 14 MAC LATENITESOFT Xslimmer MAC adobe creative suite 5.5 web premium expression studio 4 web professional Native Instruments Massive autodesk autocad structural detailing 2012 Solidworks 2009 Premium SP4 (64-bit) Acronis True Image 11 Home microsoft windows 8 (64 bit) photoshop cs5 Karelia Software Sandvox 2 MAC Jaksta MAC adobe cs4 master collection