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RWE tut es, EnBW tut es auch, Vattenfall ebenso und E.ON legt sicherlich zeitnah nach. Die vier großen Energiekonzerne, die sich die Versorgung mit Energie in Gesamtdeutschland untereinander aufteilen und munter am Strompreisregler drehen, kündigten erneut eine Erhöhung der Strom- und Gaspreise an.

Demnach will EnBW den Strompreis um 9,45 Prozent erhöhen1 , Vattenfall gab noch keinen konkreten Wert an, die Erhöhung ist allerdings beschlossen. Und auch RWE erhöht die Preise für Strom und Gas. Stromkunden zahlen zum Jahreswechsel 4 Prozent mehr. Bei RWE ist es bereits nach August die zweite Erhöhung in kurzer Zeit.

Die Gründe für die Erhöhungen werden selbstverständlich gleich mitgeliefert. Grund ist die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht zum Jahreswechsel eine Erhöhung der Umlage auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde vor (aktuell: 2,05 ct/kWh).

Das Argument lautet also: Ökostrom ist teuer!

Ich versuche einmal der Sache auf den Grund zu gehen und schaue mir an, ob das jeder Energieanbieter so sieht. Zunächst nutze ich dazu die Plattform Verivox. Ich habe mich zum einen für diesen Anbieter entschieden, da er meiner Meinung nach am übersichtlichsten ist und zum anderen hoffe ich, dass jeder der diesen Text liest, am Ende den Anbieter wechselt und dieses über das untere Formular macht. Ich bekomme dann so viel Provisionen, dass ich diese unter den vier Energiekonzernen aufteilen werde, damit diese mit ihrem Etat für das kommende Jahr wieder auskommen.

Nun aber wieder zum eigentlichen Thema.

Ich erkläre kurz worauf ich hinaus will und wie ich dazu vorgehe. Ich werde mit Hilfe von Verivox eine Standard-Suche zu einem von mir ausgesuchten Haushalt durchführen, um zu schauen, wie sich der Preis des Grundversorgers von dem Preis eines Ökostrom-Anbieters unterscheidet. Als Haushalt nehme ich im ersten Fall einen 2-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 2300 kWh/Jahr. Im zweiten Fall nehme ich eine vierköpfige Familie, die es auf einen Jahresstromverbrauch von 4500 kWh/Jahr bringt.

1.) Ich gebe also in das untere Formular die Daten aus dem ersten Fall ein und klicke auf “Berechnen”. Ich habe als Ort Paderborn gewählt. Den Nachtanteil setze ich auf 5 Prozent, welches Geräte wie z.B. einen Kühlschrank berücksichtigt.

2.) Es öffnet sich eine Ergebnisseite. Als erstes entferne ich alle Häkchen, die Kautionen oder einen Bonus in die Berechnung einfließen lassen. Diese nehme ich heraus, da der Preisvorteil meist nur im ersten Jahr gültig ist. Weiterhin lasse ich Tarife mit Vorauskasse aus der Berechnung heraus, da dieses in den meisten Fällen zu Schwierigkeiten führt. Ist der Verbrauch höher als im Vertrag vereinbart, wird es sehr teuer! Wird hingegen weniger verbraucht, wird dieses nicht vergütet.

Zunächst lasse ich mir alle Tarife ausgeben, um den Preis des Grundversorgers zu ermitteln und klicke auf “aktualisieren”.

3.) Ich erhalte eine Liste mit den Anbietern, die Strom nach Paderborn liefern. Der Grund- bzw. Erstversorger ist in diesem Fall E.ON mit dem Tarif “strom.spezial”. Dieser Tarif ist so “spezial”, dass dieser erst an 62. Stelle auftaucht. Es sind also insgesamt 61 Anbieter, die günstigeren Strom liefern als E.ON.

4.) Der Gesamtbetrag liegt also bei 592,39 Euro pro Jahr. Wenn man mit der Maus über das kleine Zeichen mit dem “i” fährt, so erhält man die aufgeschlüsselten Einzelkosten. Die Kilowattstunde kostet bei E.ON in diesem Tarif 21,98 Cent.

5.) Ich wiederhole nun die Suche und klicke den Reiter “Nur Ökostrom-Tarife” an. Ich erhalte folgende Auflistung:

Der Preis für den günstigsten Anbieter “enQu GmbH” mit dem Tarif “enQu Natur” liegt bei 532,00 Euro pro Jahr. Die Differenz dieses Ökostrom-Tarifs zum Tarif des Grundversorgers liegt bei 60,39 Euro. E.ON taucht in der Liste der Ökostrom-Tarife übrigens gar nicht auf.

Jetzt möchte ich mir im nächsten Schritt ansehen, wie der Strom von E.ON zusammengesetzt ist, um zu erfahren wie viel Strom E.ON aus erneuerbaren Energien einsetzt.

6.) Ich gehe noch einmal zurück auf die Suche um zu dem E.ON-Tarif zu gelangen (Häkchen bei “Nur Ökostrom-Tarife” muss dazu entfernt werden) und klicke diesen Tarif an. Unter “Stromquellen” sehe ich die gewünschten Informationen. 42,2 Prozent des Stroms stammen aus Atomkraftwerken und 34,5 Prozent aus fossilen Quellen. Erneuerbare Energien sind somit zu einem Anteil von 23,3 Prozent vertreten.

E.ON setzt somit 76,7 Prozent weniger Ökostrom in seinem Tarif ein als der Anbieter enQu. Ökostrom ist teuer?

Beim zweiten Fallbeispiel liegt die Differenz bei 103,94 Euro. Dieses Szenario lässt sich mit vielen anderen Städten gleichermaßen durchführen. Das Ergebnis ist meist das gleiche.

Bei der Wahl des Anbieters sollte jedoch genau geprüft werden, um welchen Anbieter es sich handelt. Oftmals gibt es Unternehmen, die so schnell wieder vom Markt verschwinden, wie sie gekommen sind. Deshalb mein Tipp: Stadtwerke sind i. d. R. eine gute Wahl, da die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz relativ gering ist.

Und zu guter letzt:

- Bei einem Wechsel wird es zu keinem Abbruch der Stromversorgung kommen. Dieses ist gesetzlich festgelegt.

- Ein Wechsel ist denkbar einfach. Meist muss nur ein DIN A4-Zettel ausgefüllt werden und den Rest der Arbeit übernimmt der neue Stromversorger

Wer also auch Mitleid mit E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall hat (siehe oben), der kann jetzt das folgende Formular ausfüllen, den Antrag ausfüllen, abschicken und sich dann freuen, etwas zum Umweltschutz beigetragen zu haben. Ihr Geldbeutel dankt es Ihnen…




1 – http://www.enbw.com/content/de/presse/pressemitteilungen/2010/11/PM_20101108_pa_cu_ys_02/index.jsp (16.11.2010; 17:10 Uhr)

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F. Gopp / pixelio.de

Laut Stiftung Warentest ist Solarstrom auf den Dächern auch weiterhin rentabel trotz der Verringerung der Vergütungen.  Ab Juli gibt es rückwirkend 13 Prozent weniger Vergütung und ab Oktober noch einmal 3 Prozent weniger.

Bislang musste der Erstversorger vor Ort den “Stromproduzenten” den Strom laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu einem Preis von 39,14 Cent abnehmen, seit Juli nur noch zu 34,05 Cent je Kilowattstunde (kWh). Ab Oktober sinkt dieser Satz noch einmal auf 32,88 Cent pro kWh.

Trotz der Senkungen in diesem Jahr und der geplanten Verringerung zum kommenden Jahr (geplant sind 9-13 Prozent) sollen die Renditen weiterhin gut sein. Stiftung Warentest spricht von fünf bis neun Prozent Rendite.

Je besser der Standort einer Solaranlage, also die Ausrichtung der Dachfläche Richtung Süden und ein hindernissfreier Ort, desto höher ist die errechnete Rendite.

Eine Realisierung der Solaranlage auf dem Dach kann mit günstigen Krediten der KfW-Bank realisiert werden. Hier gibt es schon Kredite mit einem Effektivzins von 2,90 Prozent. Jedoch kann dieser auch bis 7,54 Prozent steigen, wie Finanztest ermittelte.

Eine Moderne Photovoltaik Anlage kann je nach Standort einen rentablen Energiebeitrag liefern. Dieser Energiebeitrag ist jedoch neben der Lage der Photovoltaik Anlage von weiteren Faktoren abhängig. Das Wetter spielt dabei eine wichtige Rolle. Klare und wolkenfreie Wetterverhältnisse sind zur Erreichung des vollen Potentials notwendig. Ebenso entscheidend ist auch die Höhe des täglichen Sonnenstand und die technische Einrichtung der Photovoltaik Anlage, wie Montage und Ausrichtung.

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Paul Schubert + Karin Schmidt / pixelio.de

Definition Geothermie (gr. “geo” = “Erde”, “therme” = “Wärme”, zusammengesetzt “Erdwärme”) laut VDI 1998:

Geothermische Energie ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der festen Oberfläche der Erde

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