Energie und Klima BLOG

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Unternehmen des produzierenden Gewerbes werden zukünftig ihren Beitrag zur Effizienzsteigerung der Industrie beitragen müssen. So sieht es eine EU-Richtlinie vor. Hierzu bietet sich für Unternehmen die Einführung eines Energiemanagementsystems an. Bisher wurde hierzu die EU-Norm DIN EN 16001 angewendet. Diese wurde jedoch im Dezember 2011 durch die internationale Norm DIN EN ISO 50001 abgelöst. Im April 2012 wird daher die EN 16001 zurückgezogen. Die weltweit gültige Norm soll Unternehmen des produzierenden Gewerbes bei der Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen unterstützen.

Um zukünftig Steuererleichterungen geltend machen zu können, werden Unternehmen “gezwungen” ihre Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung in einer Zertifizierung darzustellen. Zahlreiche Zertifizierungstellen sind bereits zur Durchführung von Auditierungen akkreditiert.

Für welche Unternehmen gilt diese Anforderung und welche Ermäßigungen gibt es?

Unternehmen, die bislang eine Energie- und Steuererstattung beantragt haben (beispielsweise Rückerstattung der gezahlten Stromsteuer über das Zollamt), werden voraussichtlich ab 2013 dazu verpflichtet, nachzuweisen, inwiefern sie energieeffiziente Maßnahmen durchführen (z.B. über eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001).

Unternehmen deren Stromkosten in Bezug auf die Brutto-Wertschöpfung mindestens 14% betragen und einen Mindestverbrauch je Abnahmestelle von 1 Gigawattstunde pro Jahr [GWh/a] aufweisen, können zudem eine Befreiung der EEG-Umlage beantragen (Besondere Ausgleichsregelung §§ 40 ff. EEG). Hierzu stellt das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) alle notwendigen Informationen zur Verfügung.

Für weitergehende Informationen rund um das Themengebiet Energiemanagementsysteme können Sie mich gerne kontaktieren!

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Öko-Label Energieeffizienz

Öko-Label Energieeffizienz

Deutschland ist ein Industriestandort!

Deutschland ist Export-Weltmeister!

Und Deutschland tut alles, damit das auch so bleibt!

Und weil die deutschen Autobauer die Trends und Wünsche der Kunden seit Jahrzehnten verpennen, muss nun die Bunderegierung helfen. Und das geht am besten, wenn man dem Bürger ein klar verständliches Label aufs Auge drückt, damit dieser auf einen Blick erkennen kann, ob das Produkt positiv oder negativ ist. Das was wir schon von der Lebensmittelindustrie mit den Angaben zu Zucker oder Fett auf den Verpackungen kennen, wird der Bürger bald auch an Autos erkennen können. Der Bundestag hat nämlich soeben das “Öko”-Label für PKW abgesegnet.

Und so wird sich der kleine Bürger demnächst ärgern, dass ihm das Geld für ein großes schweres Auto fehlt. Denn dieses trägt ab sofort “grün”. Oder besser gesagt ein “A” für besonders umweltfreundlich! Denn dieses Label zeigt nicht etwa den CO2-Ausstoß eines Autos an, sondern den CO2-Ausstoß eines Autos im Verhältnis zum Gewicht. Toll! So kann der Porsche Cayenne mit über zwei Tonnen Gewicht endlich sein wahres Gesicht zeigen!

Da sind wir doch mal gespannt, welches Fahrzeug in der nächsten Ausgabe der VCD Auto-Umweltliste ganz oben steht…

 

 

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Weltweit werden 240 Millionen Tonnen Kunststoffe für viele nützliche Sachen hergestellt. 25 Prozent davon allein in Europa. Doch was passiert mit dem Kunststoffprodukten die niemand mehr benötigt?

Paul-Georg Meister / pixelio.de

Paul-Georg Meister / pixelio.de

In Deutschland allein fielen im Jahr 2007 insgesamt 4,86 Millionen Tonnen Kunststoffabfall an. Hauptsächlich Verpackungen. Etwa die Hälfte davon ging in die Verbrennung. Rund 40 Prozent der Abfälle wurden stofflich verwertet und nur ein sehr geringer Anteil landete auf den Deponien.

Doch nicht in allen Ländern wird der Abfall so gut erfasst und entsorgt wie in Deutschland. Oft wird der Müll einfach in die freie Natur geworfen. Durch Regen und Wind gelangt er anschließend in Flüsse und wird so in die Meere transportiert. Über Schiffe und Plattformen gelangen ebenfalls viele Plastikteile in die Meere.

Die Dokumentation “Plastic Planet von Werner Boote befasst sich mit diesem Thema und mit den Auswirkungen der Plastikvermüllung in den Meeren. Eine Dokumentation die einen sehr zum Nachdenken über unseren Kunststoffkonsum anregt.

Das Problem ist, dass Kunststoff nicht biologisch abbaubar ist. Im Meer wird er durch die mechanischen Einwirkungen immer kleiner zu Granulat gemahlen, das man mit bloßem Auge nicht mehr erkennen kann. Viele Tiere nehmen dieses Granulat als Plankton, also als ihre Nahrung an und verenden elendig. Somit ist das Plastik in die Nahrungskette gelangt und auf dem Weg zum Menschen.

Zwischen Japan und Amerika schwimmen zwei große Plastikteppiche, die auf Grund der Meeresströmungen entstanden sind. Einer davon hat bereits die Größe Mitteleuropas erreicht und wächst stetig weiter.

70 Prozent des Plastiks in den Meeren sinkt auf den Grund und verschmutzt diesen so, dass Leben dort kaum noch möglich ist.

1999 lag das Verhältnis von Plastik zu Plankton bereits bei 6:1. Bis 2000 wuchs die Plastikkonzentration nochmals zu einem Verhältnis von 60:1 an! – Und es landen immer noch Unmengen an Plastikteilen im Meer.

Die ersten, die von den Auswirkungen der Vermüllung betroffen sind, sind die Tiere. Sie nehmen fälschlicherweise Plastikteile als Nahrung auf, können sie aber nicht verdauen. Sie verhungern mit vollem Magen! Viele Tiere verletzen oder verfangen sich in größeren Plastikteilen und verenden. So wurden bereits Millionen von Tieren durch das Plastik getötet!

J. J. Dierks / pixelio.de

J. J. Dierks / pixelio.de

Ein weiterer Effekt ist der Transport von Pflanzen und Tiere in andere Regionen. Pflanzen und Mikroorganismen siedeln sich auf größeren Plastikteilen an und werden mit ihnen durch die Meeresströmungen in andere Habitate transportiert. Dort kann es dann passieren, dass sie einheimische Pflanzen und Lebewesen verdrängen.

Kunststoffe werden in der Herstellung und Verarbeitung mit vielen Zusatzstoffen vermischt die zum Teil sehr schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Durch Sonneneinstrahlung, Wasser und Zerkleinerung des Plastiks gelangen diese Stoffe in die Freiheit, in die Nahrungskette und auf unsere Teller.

Ein Stoff der in zahlreichen Kunststoffen verarbeitet ist, ist Bisphenol A (BPA) . Dieser zerstört das Hormonsystem von Lebewesen. Die Auswirkungen sind beispielsweise eine verfrühte Geschlechtsreife bei Mädchen, Reduzierung der Fruchtbarkeit bei Männern und die Beeinflussung der Gehirnentwicklung von Säuglingen.

Vielen Kunststoffen werden Weichmacher zugegeben. Häufig verwendete Weichmacher sind Phthalate. Diese können die Fruchtbarkeit von Männern ebenfalls reduzieren. Zudem führt es zu Missbildungen der männlichen Genitalien bei den Nachkommen und es steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Genug Gründe um aktiv zu werden. Doch was können wir dagegen machen?

Als erstes müssen wir versuchen weniger Plastik zu benutzen. Bei den Artikeln, die man sich kauft sollte man über eine kunststofffreie Variante nachdenken. Zum Beispiel bei Plastiktüten und PET-Flaschen.

Leider kann man viele Plastikteile nicht durch andere Werkstoffe ersetzen. Darum sollte versucht werden Kunststoffteile so lange wie möglich zu benutzen und auf eine lange Haltbarkeit zu achten.

Quellen:

Documentation “Plastic Planet” von Werner Boote – http://www.plastic-planet.at/derfilm/wernerboote.html (18.12.2010 / 10:00 Uhr)

http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2321 (18.12.2010 / 10:00 Uhr)

http://www.greenpeace.com

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