Ein weiterer Beitrag zum Thema Massentierhaltung.
Wer ein halbes Hähnchen für 1,99 Euro kauft, fördert diese Machenschaften.
Sehenswerter Beitrag von ARD Exklusiv. Zu finden in der Mediathek unter:
Das System Wiesenhof
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Öko-Label Energieeffizienz
Deutschland ist ein Industriestandort!
Deutschland ist Export-Weltmeister!
Und Deutschland tut alles, damit das auch so bleibt!
Und weil die deutschen Autobauer die Trends und Wünsche der Kunden seit Jahrzehnten verpennen, muss nun die Bunderegierung helfen. Und das geht am besten, wenn man dem Bürger ein klar verständliches Label aufs Auge drückt, damit dieser auf einen Blick erkennen kann, ob das Produkt positiv oder negativ ist. Das was wir schon von der Lebensmittelindustrie mit den Angaben zu Zucker oder Fett auf den Verpackungen kennen, wird der Bürger bald auch an Autos erkennen können. Der Bundestag hat nämlich soeben das “Öko”-Label für PKW abgesegnet.
Und so wird sich der kleine Bürger demnächst ärgern, dass ihm das Geld für ein großes schweres Auto fehlt. Denn dieses trägt ab sofort “grün”. Oder besser gesagt ein “A” für besonders umweltfreundlich! Denn dieses Label zeigt nicht etwa den CO2-Ausstoß eines Autos an, sondern den CO2-Ausstoß eines Autos im Verhältnis zum Gewicht. Toll! So kann der Porsche Cayenne mit über zwei Tonnen Gewicht endlich sein wahres Gesicht zeigen!
Da sind wir doch mal gespannt, welches Fahrzeug in der nächsten Ausgabe der VCD Auto-Umweltliste ganz oben steht…

Bildquelle: aboutpixel.de / Träum süß Baby © Sebastian Engel
Die Meldung des Bundesverbraucherschutzministeriums hat überrascht. Der Verkauf von Babyfläschchen, die unter Verwendung von Bisphenol A (BPA) hergestellt wurden, wird verboten. Ab 1. März 2011 tritt dieses Verbot in Deutschland in Kraft.
Wer jetzt meint, das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), geführt von Ministerin Ilse Aigner (CSU), sei konsequent, der muss etwas genauer hinschauen. Einige Babys könnten das Pech haben, noch bis Ende Mai Flaschen mit BPA nutzen zu müssen. Denn es gibt eine Übergangsregelung die besagt, dass bereits hergestellte Produkte mit einer Übergangsfrist von drei Monaten weiter verkauft werden dürfen. Die ganze Sache ist jedoch nicht so dramatisch, denn die meisten Hersteller verzichten bereits auf die Verwendung von BPA in ihren Produkten. NUK beispielsweise hat auf Grund der negativen Berichterstattung und der damit verbundenen Unsicherheit „bereits lange vor dem nun beschlossenen Verbot vollständig auf BPA-freie Materialien umgestellt“, wie in einer Stellungnahme zu lesen ist1. Auch der „Vorreiter und Experte für gesunde Säuglingsernährung“, Philips, mit seiner Marke AVENT, ist frei von jeglichen gesundheitsgefährdenden Produkten. Das verspricht „ein völlig durchdachtes und sicheres System“. Auch in der Stellungnahme von Philips werden die Forschungsergebnisse des BUND in Frage gestellt und „Verunsicherung“ und „Verwirrung“ suggeriert2.
Die Meinung der Hersteller bestärkt die Seite mit den „Europäischen Informationen über Bisphenol A“ mit einer Gegenüberstellung der Mythen zu Fakten3. Auf dieser Seite kommt deutlich zum Ausdruck, dass es bislang keinerlei wissenschaftliche Belege für die Gefährlichkeit von Bisphenol A gibt. Demnach bewirkt BPA keine Hormonschwankungen, es erzeugt keinen Krebs, es bewirkt keine Fettleibigkeit bei Kindern und ist auch sonst absolut harmlos und nicht gesundheitsgefährdend. Weiter noch wird auch etwas über die von uns im Blog „Plastikplanet Erde – oder wie wir uns von Kunststoffen ernähren“ beschriebene Müll-Problematik geschrieben. Somit ist alles gar nicht so schlimm, denn BPA wird in erster Linie in Polycarbonat-Produkten verwendet, die eine lange Lebensdauer besitzen und nicht als Abfall im Meer zu finden sind.Ein Blick ins Impressum der Seite verrät den Urheber dieses Internetaustrittes – PlasticsEurope – mehr muss dazu nicht gesagt werden.
Die European Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – EFSA), die zahlreiche Studien über BPA veröffentlichte, kommt zu dem Entschluss, dass der Grenzwert für BPA in Kunststoffen, der sogenannte TDI-Wert, von derzeit 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, nicht herabgesetzt werden muss. Studien von externen Organisationen werden zurückgewiesen, da diese „zahlreiche Schwächen“ aufweisen4. Der TDI-Wert wurde übrigens 2006 vom EFSA selbst entwickelt und 2008 vom EFSA selbst bestätigt…
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht die Gefährlichkeit von Bisphenol A ganz anders. In zahlreichen Berichten wird von Produkten die unter Verwendung von BPA hergestellt wurden, gewarnt. Ein Beispiel ist das Projekt „Zukunft ohne Gift – Fakten und Hintergründe“5 aus dem vergangenen Jahr.
Auch dieser Blog wird nicht abschließend klären können, was BPA im menschlichen Körper anrichten kann. Jedoch gibt es geteilte Meinungen. So lange wie die gesundheitsgefährdenden Eigenschaften des Stoffes nicht ausgeschlossen wurden, sollte von der Verwendung Abstand genommen werden. BPA ist hierbei nur ein Stoff – es gibt genügend Bereiche, in denen unsere Kinder weitaus mehr gefährdet sind. Beispielsweise im heimischen Wohnzimmer, in dem Eltern mit ihren Kindern vor dem Fernseher mit einer Kippe und Cola sitzen…
1 http://www.nuk.de/rundumnuk/bpa (15.02.2011; 12:30 Uhr)
2 http://www.avent.philips.com/de/de/ (15.02.2011; 12:30 Uhr)
3 http://www.bisphenol-a-europe.org/index.php?page=myths-v-facts-2 (15.02.2011; 12:30 Uhr)
4 http://www.efsa.europa.eu/de/ceftopics/topic/bisphenol.htm (15.02.2011; 12:30 Uhr)
5 http://www.bund.net/index.php?id=5018 (15.02.2011; 12:30 Uhr)